Wandern und Freizeit
in Oberösterreich
Claudia Schallauer, „Wandern und Freizeit in Oberösterreich: 96 Wanderungen sowie unzählige Freizeit-Tipps für Wochenende und Kurzurlaub in 12 Regionen – auf zu neuen Abenteuern“, erschienen im Kral-Verlag in der Reihe „Nix wie los!“, 1. Auflage 2025
Rezension aus Öffi-Wander-Perspektive von Peter Backé
Das Buch „Wandern und Freizeit in Oberösterreich“ von Claudia Schallauer bietet genau das, was sein Titel verspricht. Es handelt sich um einen Auswahlführer, der 12 Regionen und damit einen Großteil des Bundeslandes abdeckt. Nicht erfasst sind die Ausflugsregionen Böhmerwald, Bad Goisern, Obertraun/Hallstatt, Gosau, das untere Steyrtal sowie das Ennstal, wohl aber alle anderen oberösterreichischen Wanderregionen.


Bei den Tourentipps stehen Spaziergänge und Halbtagwanderungen im Vordergrund. Die Touren sind lohnend, gut beschrieben und schön bebildert. Kartenausschnitte zeigen die jeweiligen Routen; eine Verwendung von topographischen Karten würde das Buch weiter aufwerten. GPX-Tracks sind über QR-Codes verfügbar.
Die meisten Startpunkte liegen an Parkplätzen. Hier wäre es hilfreich, bei Tourenausgangspunkten, die mit Bahn, Bus oder Sammeltaxi erreichbar sind, in der Nähe liegende Öffi-Haltestellen anzugeben, damit sich Online-Fahrplanabfragen ohne vorherige Recherchen durchführen lassen.
Die meisten Tourentipps sind Rundtouren. Es gibt auch ein paar Vorschläge für Wanderungen von A nach B sowie „Ideen für Überschreitungen“. Insgesamt finden Streckenwanderungen, bei denen die Nutzung von Öffis bekanntermaßen besonders vorteilhaft ist, allerdings nur begrenzte Beachtung.
Apropos „öffentliche Verkehrsmittel“: Der allgemeine Teil des Buches enthält den nützlichen Abschnitt „Öffis statt Auto – die wichtigsten Infos“. Für jede Ausflugsregion gibt es Basis-Angaben zu den Hauptlinien des öffentlichen Verkehrs.
Im Vorwort weist Claudia Schallauer auf die prekäre Parkplatzsituation bei beliebteren Wanderungen hin. Öffi-Touren können, wenn der Ausgangspunkt an das ÖV-Netz angebunden ist, eine Alternative darstellen. Dass man dafür oft sehr früh aufbrechen muss, wie die Autorin feststellt, ist bei längeren Tagestouren in der Regel richtig; die meisten Wanderungen, die in dem Buch vorgestellt werden und öffentlich erreichbar sind, weisen jedoch eher moderate Gehzeiten auf und lassen sich, sofern der eigene Wohnort halbwegs gut an das ÖV-Netz angebunden ist, auch ohne allzu frühes Aufstehen sehr gut durchführen. Ebenfalls relativieren lässt sich die Einschätzung, dass bei Öffi-Touren die „Deadline des letzten Zuges/Busses […] stresst“. Am besten peilt man nicht von vornherein die letzte Verbindung des Tages an, sondern eine frühere Rückfahrtmöglichkeit und kann so im Fall des Falles ganz einfach und entspannt umdisponieren, sollte die Tour doch einmal etwas länger dauern als erwartet.
Etwa zwei Drittel der Touren, die in dem Buch präsentiert werden, lassen sich mit Öffi-Anreise durchführen. Nicht selten ist dafür der Einstieg in die Route eigenständig zu adaptieren, da die Tourenausgangspunkte – wie erwähnt – überwiegend bei Parkplätzen angesiedelt sind.
Besonders nützlich und gelungen sind die sehr zahlreichen und vielfältigen Freizeittipps, die das Buch enthält. Wer Wanderungen gerne mit kulturellen oder kulinarischen Erlebnissen verbindet, kommt hier voll auf seine Rechnung.
Auch saisonale Tipps sowie Quartierempfehlungen für Übernachtungen gibt es. So bietet das Buch eine reichhaltige Quelle der Inspiration für Freizeitaktivitäten und Wanderausflüge in Oberösterreich.
